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Energiesparen

Energiebewusst leben
Die Energieverwendung im Haushalt verteilt sich wie folgt:

Egger,C. (1998). Die Energieverwendung im Haushalt.. Energie Genie. Kap: Energiebew. leben.S.12
Die meiste Energie (56 Prozent) wird in einem Haushalt fürs Heizen benötigt. Nach dem Treibstoffbedarf für den PKW (31 Prozent) liegen Warmwasser und Haushaltsgeräte bei etwa 6 bis 7 Prozent des Energiebedarfs im Haushalt. Durch energiebewusstes Bauen können die Heizkosten stark gesenkt werden.

Egger, C. (1998). Energiegewinne und Verluste. Energie Genie. S21
Energiebewusstes Bauen beginnt bereits bei der Planung. Damit diesbezüglich alle Aspekte und Zusammenhänge berücksichtigt werden, sollte man schon im frühen Stadium das gesamten Hauskonzepts mit einem Energieberater (Energieberater- Hotline 0800-205206)  besprechen.
Der erste Schritt zu einem Energiesparhaus beginnt mit der richtigen Wahl des Grundstücks. In einer windgeschützten Südlage wird man wesentlich weniger Heizenergie brauchen, als beispielsweise in exponierter Lage auf dem Hügel.
Als Bauherr/frau mit Energiebewusstsein wird man natürlich "mit der Sonne bauen" - in mehrfacher Hinsicht:
Man denkt bereits bei der Grundstückswahl an eine mögliche spätere Nutzung von Sonnenenergie; Ausrichtung und Neigung der Dachfläche sind also auf den Einbau von Sonnenkollektoren abgestimmt, das heißt: Südausrichtung, eine Dachneigung von 30-60° für die Warmwasserbereitung und 60-90° für Heizungszwecke.
Sie überprüfen, ob nicht Bäume, Sträucher oder Hügel ihr Haus ungünstig beschatten.
Große Fenster werden südseitig liegen, die kleineren an der Ost- und Westseite, Nordfenster werden am Besten klein gehalten oder ganz vermieden.
Berücksichtigen sollte man auch im Zuge der Planung die Lage innerhalb des Verkehrsnetzes, die Wege zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen usw., die täglich oder zumindest häufig zu bewältigen sind sollten nicht weit entfernt sein.
Der Heizenergiebedarf für ein freistehendes Einfamilienhaus ist um bis zu 60% höher, als der für eine vergleichbare Wohnung im verdichteten Flachbau (Reihenhaus).
Ebenso einsichtig ist der Einfluss der Gebäudehöhe auf den Energiebedarf. Man sollte daher nur so groß als nötig bauen.
Im Sinne möglichst niedriger Energiekosten ist es günstig, sich einen Überblick über die möglichen Energiegewinne und -verluste eines Hauses zu verschaffen:
• Je stärker die Gebäudeoberfläche durch Erker etc. Gebäudeoberfläche durch Erker etc., gegliedert ist, desto höhere Energieverluste muss man in Kauf nehmen. Will man diesen Nachteil vermeiden, wird man bei der Grundrissplanung eine möglichst kompakte Bauform anstreben.
• Bei Wärmedämmung und guter Wärmeschutzverglasung sollte man nicht sparen. Eine zusätzliche Investition macht sich in Form von niedrigen Heizkosten bezahlt.
• Energiebewusst bauen bedeutet aber auch, sich Gedanken über die richtige Wahl der Baustoffe zu machen. Energieintensive Materialien, also Baustoffe, deren Herstellung mit hohem Energieaufwand verbunden ist, sollten möglichst sparsam eingesetzt oder überhaupt vermieden werden.
Wie energiesparend ein Energiesparhaus wirklich ist, hängt zu guter Letzt vor allem von den Bewohnern ab. Wer energiebewusst lebt, muss deswegen nicht auf Komfort verzichten- er setzt Energie im Alltag nur richtig ein. Energiebewusst bauen und leben bedeutet also vielmehr, bei niedrigem Energieeinsatz gleiche Behaglichkeit zu erzielen.

Worauf man beim Bau eines Hauses achten sollte

Undichte Fugen führen bei Gebäuden zu erhöhten Wärmeverlusten. Ähnlich wie in die dickste Jacke bei starkem Wind dennoch Kälte eindringt, während eine Windjacke vor Abkühlung schützt, ist bei Gebäuden neben einer guten Wärmedämmung eine optimale Winddichtheit erforderlich, um Energieverluste zu minimieren. Abgesehen von den unerwünschten Energieverlusten lässt Zugluft in den Wohnungen auch keine rechte Behaglichkeit aufkommen.
Zwar ist zur Minimierung der Luftschadstoffkonzentration in Räumen ein Mindestluftwechsel erforderlich, aber der Luftzug durch undichte Bauteile ist gewiss nicht der richtige Weg dies zu erreichen.
Idealrezept: regelmäßiges kurzes Lüften, das eine hohe Luftwechselrate bringt, ohne gleichzeitig die Räume zu stark abzukühlen. (Stoßlüften!)
Bauphysikalische Messungen haben gezeigt, dass oft genug aufgrund von Baufehlern durch Undichtheiten sehr große Energieverluste auftreten. Speziell bei tiefen Außentemperaturen und starkem Wind kann dies sogar dazu führen, dass Räume nicht mehr ausreichend beheizt werden können: Zusätzlich zur normalen Raumheizung muss auch die einströmende kalte Außenluft immer wieder aufgeheizt werden- hohe Wärmeverluste sind dann die Folge. Eine ungenügend gedämmte Fläche verliert 2 bis 20 mal mehr Wärme als eine ausreichend gedämmte, Häufig passiert dies als „schleichender“ Vorgang, der erst bei der nächsten Heizkostenabrechnung bemerkt wird.


Fenster

Gute Fenster minimieren die Energieverluste und leisten einen beachtlichen Beitrag zur Wärmeversorgung, indem sie die Sonnenenergie zum Mitheizen nutzen. Das eingestrahlte Licht wird in Wärme umgewandelt und in den massiven Bauteilen gespeichert, die die Wärme in den kühleren Abend- und Nachtstunden dann wieder in den Raum abgeben.
Zwei Faktoren bestimmen den Energieverbrauch:
a. Die Wärmedämmwirkung der Verglasung;
Sie lässt sich durch eine Anzahl der Scheiben, eine nicht wahrnehmbare Metallbedampfung und Edelgasfüllung beeinflussen.
b. Der Gesamtenergiedurchlassungsgrad oder g-Wert. Je höher dieser desto besser, denn desto mehr Sonnenenergie kann in den Raum einstrahlen.
Am Energieverlust kann der Fensterrahmen einen wesentlichen Anteil haben. Die Verglasung dämmt meist besser als der Rahmen und der Stock – wenige große Fenster sind vorteilhafter als viele kleine.

Türen

Als Teil der Gebäudehülle müssen Hauseingangstüren neben dem Einbruchs- und Schallschutz auch Witterungs- und Wärmeschutzfunktionen erfüllen. Außentüren stellen häufig einen thermischen Schwachpunkt des Hauses dar.
Sofern kein angeschlossener Vorbau vorgesehen ist, ist darauf zu achten, dass Außentüren einen möglichst guten Dämmwert aufweisen.


Dachkonstruktion

Bei ausgebauten Dachgeschoßen ist raumseitig eine Dampfsperre bzw. Dampfbremse erforderlich. Wichtig ist, dass sie ordnungsgemäß verlegt wird und die Stöße verklebt werden. Andernfalls kann durch Risse und Fugen in der raumseitigen Verkleidung die kalte Außenluft ungehindert noch innen bzw. die warme Raumluft nach außen strömen.
Weitere problematische Stellen im Dachbereich:
• der Übergang zwischen Dachschräge und Wand
• der Übergang zwischen Dachschräge und Übermauerung
• Einbindung von Dachbodentreppen
• Einbau von Dachflächenfenstern
• Durchführung von Entlüftungsrohren, Kaminen u.ä.

Sonnenschutz

Sonnenschutzmaßnahmen können einerseits konstruktiver Natur sein, z.b. in Form eines Dachüberstands (Dieser soll so berechnet sein, dass an der Südseite in den Sommermonaten die Fenster beschattet und im Winter besonnt werden!), andererseits gibt es technische Vorkehrungen wie Markisen, Klappfensterläden, Rollläden, Jalousienen, etc.
Außerhalb des Fensters angebrachte  Sonnenschutz Vorkehrungen sind um ein Vielfaches wirksamer als innenliegende Abdeckungen. Zusätzlich können außenliegende Elemente im Winter auch als Wärmeschutz dienen.
Zu diesem Zweck eignen sich am besten Rollläden oder Fensterladen. Sie reduzieren die Wärmeverluste, die in der Nacht an Südfenstern entstehen, um 10- 20% und dienen zudem als Sonnenschutz.

Der Wintergarten

Ein richtig geplanter Wintergarten kann sich durchaus positiv auf die Energiebilanz eines Hauses auswirken, wenn man mit der von der Sonne erwärmten Luft aus dem Wintergarten bewusst den Wohnraum belüftet und somit heizt.
Er kann jedoch auch zum "Energiefresser" werden und Mängel bei der Planung können sich später unangenehm auswirken: in Form von Überhitzung im Sommer bzw. von zu tiefen Temperaturen im Winter. Und wer im Winter die Tür zum Wintergarten wegen frostempfindlicher Pflanzen offen lässt oder den Wintergarten heizt, braucht sich über hohe Heizkostenabrechnungen nicht wundern. Will man also den Wintergarten ganzjährig als Wohnraum nutzen, so wird er zwangsläufig zum Energieverschwender. Zur Energieeinsparung trägt ein Wintergarten nur dann bei, wenn man ihn als Pufferraum betrachtet: Im Frühjahr und Herbst, wenn es draußen schon kühl ist, kann er als Wohnraum dienen, sonst stellt er einen Windfang dar und wird gezielt zur Belüftung und Beheizung des Wohnraumes eingesetzt.
Grundsätze bei der Planung
• Um die Sonneneinstrahlung maximal nutzen zu können, sollte ein Wintergarten grundsätzlich nach Süden bzw. Südwesten ausgerichtet sein, und zwar im Idealfall über zwei Stockwerke.
• Der wesentliche Faktor bei einem Wintergarten ist natürlich die Verglasung, die dementsprechend qualitativ hochwertig sein sollte. Eine Zweifachverglasung mit möglichst niedrigem Wärmedurchgangskoeffizienten ist daher empfehlenswert.
• Etwa 10% der Glasfläche sollten man für den Sommer als Lüftungsöffnung vorsehen.
• Da im Winter mit sehr niedrige Temperaturen im Wintergarten zu rechnen ist, sollte dieser gänzlich vom Wohnraum getrennt sein.
Egger, C. (1998). Das Umfassende Nachschlagewerk.
Verband der Elektrizitätswerke Österreichs. (1997). Energie Spar Ratgeber.


Strom im Haushalt

Unser Tagesablauf hängt vom frühen Morgen bis zum späten Abend mit Dienstleistungen zusammen, die wie selbstverständlich von einer Vielzahl von Elektrogeräten erbracht werden: vom ersten Griff nach dem Lichtschalter, über das Einschalten des Radios und den morgendlichen Duft aus der Kaffeemaschine bis zum mittäglichen Sonntagsmenü aus dem Herd, von der schnellen Kalkulation am Laptop oder Home- PC bis zum gemütlichen Fernsehabend- von den typischen Hausarbeiten wie Wäsche waschen oder Bügeln, ganz zu schweigen, die ohne entsprechende Geräte schlicht undenkbar sind.
Auch wenn, im Vergleich zu den Haushaltseinkommen, die spezifischen Kosten für Arbeitsleistungen durch Haushalts- Elektrogeräte so gering sind wie nie zuvor, kann man auch hier bewusst mit Energie umgehen. Sehr häufig lässt sich Strom durch ein „Gewusst wie“ bei der Bedingung der Geräte einsparen- immer wichtiger wird auch die richtige Kaufentscheidung: Wer dabei auf Energie- Effizienz schaut, „kauft“ den geringeren Stromverbrauch für die gesamte Lebensdauer des Gerätes bewusst mit.
Bei jedem Kauf eines Elektrogeräts steht zunächst natürlich seine Zweckmäßigkeit im Vordergrund: Wofür genau will ich es verwenden, was muss es alles können, wie zuverlässig ist das Gerät, kann ich mich auf einen raschen Service verlassen und: wie viel Strom verbraucht es?
Niedriger Stromverbrauch ist mittlerweile ein wesentliches Kriterium für die Kaufentscheidung von Geräten geworden. Zu Recht, denn immerhin „leben“ Haushaltsgeräte im Durchschnitt länger als 10 Jahre und dementsprechend fallen auch die Stromkosten hoch oder niedrig aus.
Heute ist der Gerätevergleich mit dem sogenannten "Energielabel" möglich, das derzeit für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Wäschetrockner und Geschirrspülmaschinen gibt. Im Gegensatz zur früheren Produktinformation ist darauf die Energie- Effizienz der Geräte angegeben, klassifiziert nach den Buchstaben A bis G, wobei A für niedrigen Verbrauch und G für hohen Verbrauch steht. Bei den angegebenen Stromverbrauchswerten handelt es sich um Werte, die unter genormten Prüfbedingungen festgestellt wurden.

Elektroherde

Seit der Einführung der Elektroherde wurde ständig an Verbesserungen gearbeitet. Garmethoden wie Braten, Frittieren, Backen, Kochen, Dämpfen oder Dünsten, sind heute kinderleicht, und die einzelnen Arbeitsvorgänge benötigen nur noch ein Minimum an Strom. Diese Vorteile sind auch der Grund dafür, dass mehr als drei Viertel der österreichischen Haushalte elektrisch kochen. Nur ein Viertel kocht mit Gas.
Wird regelmäßig gekocht benötigt der Elektroherd bis zu einem Viertel des Stromverbrauchs im Haushalt. Wird beim Kochen der Strom effizient genutzt, leistet dies einen großen Beitrag, den Stromverbrauch im Haushalt zu optimieren.
Tipps zur sinnvollen Anwendung:
a. Kochstellen
- die kürzesten Ankochzeiten- und damit den geringeren Stromverbrauch- erreicht man bei Kochstellen dann, wenn man Töpfe mit Elektroboden verwendet. Der Boden des Geschirrs soll die Kochstelle zur Gänze bedecken. Nur so kann die Wärme optimal weitergeleitet werden.
- Man sollte möglichst bei geschlossenem Topfdeckel garen. Das schont Vitamine und Geschmack und spart außerdem Zeit und Strom. (Stromverbrauch sonst 2 bis 3mal so hoch)
- Man soll die Kochstellen erst dann einschalten, wenn der Kochtopf aufgesetzt wird.
- Kochstellen halten die Temperatur noch 5 bis 10 Minuten nach dem Abschalten. Diese „Restwärme“ kann durch rechtzeitiges Abschalten der Kochstellen genutzt werden.
- Für das Dünsten von Gemüse genügt 1/8 l Wasser pro kg
b. Backrohr
- Vorheizen muss man das Backrohr nur, wenn die Backdauer weniger als 30 min beträgt oder wenn man Brot- oder Sauerteige bäckt. Alles andere kann man ins kalte Backrohr stellen.
- Auch im Backrohr lässt sich die Nachwärme von 10 Minuten nutzen (Stromverbrauch kann um 20% reduziert werden).
- Man kann auch mehrere Gefäße ins Rohr stellen.
Mikrowellengeräte
Immer mehr Österreicher benützen bereits die Vorteile eines Mikrowellengeräts bei der Speisezubereitung. Die Spezialität dieses Geräts ist die schnelle Erwärmung von Speisen. Dabei können im Vergleich zur Zubereitung auf der Kochstelle bis zu 70% Strom eingespart werden.
Tipps zur sinnvollen Anwendung:
- Flüssigkeiten bis zu ½ Liter können in Mikros schneller und sparsamer erwärmt werden, als auf der Ofenplatte.
- Um das Austrocknen der Speisen zu verhindern und ein Verschmutzen der Gerätes, werden die meisten Speisen zugedeckt.
Geschirrspülmaschinen
Das maschinelle Geschirrspülen befreit nicht nur von unangenehmer Arbeit und erspart ¾ der Arbeitszeit- es ist auch sparsamer als händisch abwaschen.
Tipps zur sinnvollen Anwendung:
- Händisches Vorspülen unter fließendem Wasser ist meist nicht notwendig.
- 60 cm breite Geräte arbeiten bei voller Beladung wirtschaftlicher als 45cm breite.
- Das Spülprogramm richtig wählen, spart Strom und Zeit.
- Am wirtschaftlichsten ist es, erst dann abzuwaschen, wenn das Gerät randvoll ist.
- Man sollte sich bei der Zugabe von Reinigern zurückhalten und an die Dosierungsangaben halten.
- Werden Geschirrspüler ans Warmwasser angeschlossen, verkürzt sich die Spülzeit und verringert sich der Stromverbrauch (Vorsicht: nur sinnvoll, wenn Warmwasser kostengünstig!)


Kühlschränke

Ein Haushalt ohne Kühlschrank ist heute undenkbar. Kühlschränke bieten Lagermöglichkeiten für leicht verderbliche Lebensmittel, diese ermöglichen die Vorratshaltung direkt in der Küche und sind einfach und problemlos in der Bedienung und können –je nach Ausstattung- zusätzlich auch Gefriergut lagern. Moderne Geräte haben teilweise auch Bereiche mit Kellertemperaturen.
Tipps zur sinnvollen Anwendung:
- Man sollte gekochte Speisen zuerst auf Raumtemperatur abkühlen lassen, bevor man sie in den Kühlschrank gibt.
- Erst bei einer Temperatur von 4 °C stellen die lebensmittelverderbenden Bakterien ihr Wachstum ein. Der oft propagierte Energiesparbetrieb ist fragwürdig, da dies oft zum schnelleren Verderben der Lebensmittel führen kann. Moderne Kühlgeräte benötigen im Monat nur noch 10 bis 30 kWh Strom, das sind ca 20 bis 60 Schilling. Wird in einem Monat ein Joghurt durch wärmere Lagerung ungenießbar, geht mehr Energie und Geld verloren, als mit dem Höherstellen der Temperatur eingespart werden kann.
- In den Türfächern ist die Temperatur am höchsten. Hier sind Lebensmittel unterzubringen. Hier sind Lebensmittel unterzubringen, die nur leicht gekühlt werden sollen.
- In der sogenannten Frischhaltezone können Lebensmittel länger frisch gehalten werden als im herkömmlichen Kühlfach. Hier herrschen Temperaturen um ca. 1°C, und die relative Luftfeuchtigkeit kann auf bis zu 90% erhöht werden.
- Im Kellerfach( ( bis 14°C) werden Getränke und kälteempfindliches Obst und Gemüse gelagert.
- Man sollte auch die Einbauvorschriften beachten! Um die nötige Luftzirkulation nicht zu behindern, müssen die Lüftungsschlitze unbedingt frei bleiben.


Waschmaschine

Der Wascherfolg hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Besteht ein Idealverhältnis zwischen Trommelinhalt, Wassermenge, Wäschebewegung, Temperatur und Dauer des Waschens sowie der Waschmitteldosierung, dann wird die Wäsche sowohl schonend als auch gründlich gewaschen.

Tipps zur sinnvollen Anwendung:
- Bei Koch- und Buntwäsche sollte man die Maschine voll beladen. (oberhalb der eingefüllten Wäsche noch handhoch freier Raum bis zur Trommelwand). Für Feinwäsche, Pflegeleichtes und Wolle füllt man entsprechend weniger ein.
- Nicht zuviel Waschmittel verwenden. Es heißt nicht immer: Je mehr Waschmittel, desto sauberer ist die Wäsche.
- Vorwaschen ist nur bei besonders verschmutzter Wäsche notwendig.


Wäschetrockner

Jeder Trockenvorgang braucht Energie- nur die Sonne macht’s gratis! Abgesehen vom Aufhängen der Wäsche im Freien sind elektrische Wäschetrockner am wirtschaftlichsten.
Die "stillen" Stromverbraucher
Standby ist eine angenehme Sache- denn mit dieser Schaltung sind Geräte, wie z.B Fernsehgeräte, Videorecorder, Sat- Anlagen, Stereoanlagen u.ä. immer betriebsbereit. Dieser Komfort ist allerdings mit zusätzlichem Stromverbrauch verbunden. Elektrische Uhren von Elektrogeräten verbrauchen zwischen 17 und 35 kWh pro Jahr pro Gerät.
 

Tipps zur sinnvollen Anwendung:

- Im Bereich der Unterhaltungselektronik ist das Ausschalten bei Nichtgebrauch zweifellos die einfachste Stromsparmaßnahme. Beim Gerätekauf sollte man sich daher auch nach dem Standby- Verbrauch erkundigen.
- Die Tabelle gibt einen Überblick, wieviel Energie unsere „stillen“ Stromverbraucher im Jahr benötigen. Angegeben ist der Stromverbrauch in kWh pro Jahr. Für die Berechnung des Jahresstroms ist eine bestimmte Nutzungshäufigkeit angenommen worden, um grobe Anhaltswerte geben zu können.
Gerät Berechnungsgrundlagen

Std/Tag  

Tage/Jahr Stromverbrauch
Standby
kWh/Jahr
Farbfernseher 20 365 57
Videorecorder 23 365 67
Receiver der Sat-Anlage 24 365 79
Stereoanlage 20 365 73
20-W-Halogenlampe
mit Steckernetzteil 24 365 44
Telefax 24 365 26
Mobiltelefon
Schnurlostelefon 24 365 52
PC 8 220 70
Tintenstrahldrucker 8 220 12
Nadeldrucker 8 220 39
Verband der Elektrizitätswerke Ö. (1999). Strom im Haushalt. Wien. S18.


Der Stromverbrauch für die Beleuchtung wird oft überschätzt, und noch immer wird manchmal Energiesparen mit Lichtsparen gleichgesetzt. Doch von den rund 4000 kWh, die in Österreichs Haushalten durchschnittlich verbraucht werden, entfällt nur ein geringer Teil auf die Beleuchtung, nämlich –je nach Ausstattung und Nutzgewohnheiten- ca. 5 bis 10%. Dass bei der Innen- und Außenbeleuchtung die Wahl der richtigen Lampen und durch überlegten Einsatz des Lichtes Strom und Geld gespart werden können, ist keine Frage. Natürlich darf aber die Sparsamkeit nie auf Kosten der Augen und der Sicherheit gehen.
Tipps zur richtigen Anwendung:
- Grundsätzlich gilt: Nicht benötigte Lichtquellen abschalten. Eine Ausnahme bilden Leuchtstofflampen mit konventionellen Vorschaltgeräten. Da zu häufiges Schalten die Lebensdauer dieser Lampen verringert, sollten sie nur ausgeschaltet werden, wenn sie länger als 20 min nicht benötigt werden.
- Auf eine geeignete Leuchte achten. (Licht soll weder verschluckt werden, noch sollte man geblendet werden).
- Reflektierende Lampenschirme sollten verwendet werden. Das gibt mehr Licht und braucht weniger Strom.
- Außenbeleuchtungen sollten durch Zeitschaltuhren, Bewegungsmelder oder Dämmerungssensoren geschaltet werden.

Die besten Tipps und hartnäckigsten Irrtümer
• Wer auf moderne Hausgeräte setzt, spart täglich. Doch ein Viertel hat die technische Entwicklung verpasst und meint, dass der Energieverbrauch von Hausgeräten in den letzten Jahren nicht gesunken ist. Die aktuelle Datenerhebung im Forum Hausgeräte dagegen zeigt, dass alle Gerätekategorien sogar in den letzten fünf Jahren sparsamer geworden sind.
• 30 Prozent sind der Meinung, dass Handwäsche sparsamer ist als mit der Waschmaschine zu waschen. In der Praxis ist es umgekehrt. Für sechs Kilogramm Wäsche benötigt heute eine Waschmaschine durchschnittlich nur 0,96 kWh Strom und 45 Liter Wasser. Handwäsche verbraucht das Doppelte bis Dreifache.
• 39 Prozent glauben, mit händischem Abwasch zu sparen. Das Gegenteil ist der Fall. Bis zu 180 Stunden Arbeitszeit und 90 Euro für Energiekosten spart ein moderner Geschirrspüler pro Jahr.
• 20 Prozent sehen keinen Zusammenhang zwischen der Eisschicht in Kühl- und Gefriergeräten und mehr Stromverbrauch. Ein Irrglaube, der sich bei der nächsten Stromrechnung bemerkbar macht.
• 31 Prozent glauben, dass rasches Einfrieren mehr Strom verbraucht. Dabei schonen Superfrost-Funktionen nicht nur die Lebensmittel, sondern auch die Geldbörse.
• 54 Prozent der Befragten glauben immer noch, dass Wäschetrockner Energiefresser sind. Dabei hat sich gerade beim Trocknen viel getan. Im Vergleich zu den üblicherweise beheizten Trockenräumen sparen Ablufttrockner bis zu 60 Prozent Energie, Kondenstrockner sogar bis zu 65 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das Öko-Institut in Freiburg.
• 12 Prozent trauen Spar- und Kurzprogrammen auch bei leicht verschmutztem Geschirr nicht, sondern verwenden das Standardprogramm. Dabei sparen verkürzte Laufzeiten und niedrigere Wassertemperaturen jede Menge Strom.
• 16 Prozent wählen für ihre Wäsche lieber eine hohe Waschtemperatur. Doch gerade mit dem Zurückschalten auf vierzig Crad kann viel Energie gespart werden. Manche Experten rechnen sogar mit einem Sparpotential von bis zu 50 Prozent.
 
Waschen mit Köpfchen: Neue Waschmaschine = halbe Energie
Eine durchschnittliche Waschmaschine verbrauchte noch vor fünfzehn Jahren 0,37 kWh Strom und 15,18 l Wasser pro Kilogramm Wäsche im Normprogramm 60
Sparen beim Trocknen: Richtig geschleudert ist halb getrocknet
Sparsames Trocknen beginnt beim Schleudern. Mit Schleudertouren von 1.400 Umdrehungen pro Minute wird die Wäsche schon halb trocken. Ein Wäschetrockner benötigt dann nur 0,45 kWh pro kg Wäsche. Hat die Wäsche dagegen noch 70 Prozent Restfeuchte, dann liegt der Stromverbrauch bei 0,58 kWh. Das ist um rund 30 Prozent mehr Stromverbrauch.


Geschirrspülen: einfach und energiesparend
Geschirrspüler von heute verbrauchen nur noch 1,04 kWh Strom und 13,38 l Wasser pro Spül-gang im Normprogramm 65
Kochen und Backen mit Pfiff und wenig Energie
Das Backrohr benötigt heute für ein Normgericht nur 0,87 kWh Strom bei Heißluft und 0,89 kWh bei Ober- und Unterhitze. Heißluft hat mehrere Vorteile!


Kühlen und Gefrieren: 24 Stunden gespart
Pro 100 Liter Fassungsvermögen verbrauchen die heutigen Kühlschränke nur 96,15 kWh pro Jahr. Vor fünfzehn Jahren lag der Stromverbrauch pro 100 Liter noch bei 157,96 kWh. Das ist eine Energieersparnis von rund 39 Prozent. Bei Gefriergeräten liegt das Einsparungspotential sogar bei 40 Prozent, wenn der fünfzehn Jahre alte Gefrierschrank gegen einen neuen eingetauscht wird. Ein modernes Gefriergerät verbraucht heute nur noch 143,55 kWh.

Warmwasser
Dass aus dem Wasserhahn oder aus der Brause warmes Wasser sprudelt, zählt zu den Selbstverständlichkeiten unserer Haushalte. Wir nützen es zum Baden, Duschen, Händewaschen, zum Geschirrspülen, Kochen und zur Wohnungsreinigung - ohne uns viele Gedanken zum Preis dieser Wärme zu machen. Oft läßt sich auch der dafür notwendige Energieverbrauch gar nicht feststellen- etwa wenn ein Heizungskessel als „Nebenprodukt“ auch das Warmwasser liefert. Gratis ist warmes Wasser natürlich nicht: Es kostet immer Energie in Form von Heizöl, Gas, Kohle, Holz oder Strom- es sei denn, man hat eine Sonnenkollektoranlage installiert. Im Durchschnittshaushalt werden immerhin 13% des gesamten Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung aufgewendet.
Energiequellen für die Warmwasserbereitung
Für die Warmwasserwärmung gibt es eine fast unbegrenzte Fülle an technischen Möglichkeiten- je nach eingesetzter Energieform und individuellen Bedürfnissen. Die Wahl der optimalen Lösung garantiert dabei einen möglichst effizienten und sparsamen Energie- Einsatz.
Einige Möglichkeiten zur Bereitung von Warmwasser:
a. Biomasse in Form von Holz war seit Urgedenken die einzige Möglichkeit der Warmwasserbereitung und bildete den „Standard“ bis zum Ende der sechziger Jahre: Wasser wurde in Kesseln erhitzt und zur Badewanne oder zum Waschtrog getragen. Deutlich mehr Komfort brachten bereits holzbefeuchtete Badeöfen, die auch heute noch in einzelnen Haushalten zu finden sind. Eine moderne Form der Warmwasserbereitung aus Biomasse sind Zentralheizungen die mit Hackgut, Pellets oder Sägeabfällen befeuert werden. Zur ausschließlichen Warmwasserzubereitung außerhalb der Heizperiode ist ihr Betrieb jedoch wegen der zu geringen Wärmemenge in der Regel nicht wirtschaftlich.
b. Heizöl  wurde zur bevorzugten „Warmwasserquelle“, als Ende der sechziger Jahre wegen des niedrigen Preises in Österreichs Wohnhäusern ein Ölzentralheizungsboom einsetzte und die Warmwasserbereitung mit dem Heizkessel gemeinsam installiert wurde. Damals entwickelte sich auch die noch heute anzutreffende Meinung, dass das Warmwasser quasi ein Gratis- Nebenprodukt der Zentralheizung sei. Natürlich muß bei einer solchen „gekoppelten“ Wasserbereitung auch im Winter zusätzlich Heizöl für die Erwärmung des Wassers aufgewendet werden. Besonders außerhalb der Heizperiode, wenn der Kessel nur für die Warmwasserbereitung arbeitet, kommt es bei älteren Heizanlagen zu erbärmlich schlechten Wirkungsgraden- das heißt der Großteil des eingesetzten Heizöls verflüchtigt sich in Form von Abwärmeverlusten. Deshalb sollte außerhalb der Heizperiode die Warmwasserbereitung von der Heizanlage entkoppelt werden. Viele Energieversorger bieten speziell für diesen Einsatzbereich günstige Sommerschwachlast - Tarife an.
c. Erdgas verzeichnet seit einigen Jahren steigende Marktanteile im Heizungsbereich und in der Warmwasserbereitung. Die Erwärmung des Wassers erfolgt in Durchlauferhitzern, eigenen Warmwasserspeichern oder in Kombination mit einer Gas- Zentralheizung. Erdgas bringt den höchsten Wirkungsgrad aller fossilen Brennstoffe und zeigt auch im Sommerbetrieb vergleichsweise geringe Abwärmeverluste.
d. Fernwärme eignet sich ideal im geschlossenen Siedlungsgebiet für die Warmwasserbereitung, wenn ein entsprechender Anschluss verfügbar ist. Energiepolitisch ist diese Energieform besonders vorteilhaft, weil durch die kombinierte Erzeugung von Strom und Fernwärme eine hohe Brennstoffnutzung der Wärmekraftwerke erreicht werden kann. Im Sommer, wenn das Kraftwerk stillsteht, werden die Fernwärmenetze durch Hilfskessel für die Warmwasserbereitung versorgt.
e. Elektrische Energie st die gebräuchlichste Energieform für die Warmwasserbereitung. Ausschlaggebend dafür ist die schon seit Jahrzehnten angebotene Möglichkeit, einen Warmwasserspeicher während der Nachtstunden zu einem vergünstigten Schwachlasttarif aufzuheizen.
f. Beim Einsatz der Wärmepumpe kann Umweltwärme für die Warmwasserbereitung genutzt werden. Wärmepumpen entziehen der Umgebung die darin enthaltene Wärme und „transportieren“ sie in einen mit den Wärmepumpenteil verbundenen Warmwasserspeicher.
Energiespartipps beim Warmwasser:
- Duschen statt baden.
- Anwendung von fließendem Warmwasser einschränken. Beim Rasieren oder Zähneputzen läuft oft die ganze Zeit das Wasser.
- Keine tropfenden Wasserhähne.
- Abstellen der Warmwassergeräte. Dies empfiehlt sich bei längerer Abwesenheit (Urlaub).
- Einhandmischer und Thermostatbatterien. Wenn das Warmwasser gleich mit der richtigen Temperatur aus dem Wasserhahn kommt, gibt es keine Leerläufe.
- Trennung von der Heizanlage. Wenn das Warmwasser im Zentralheizungskessel erwärmt wird, sollte man für den Sommerbetrieb einen eigenen Warmwasserspeicher nutzen.
- Intelligente Planung. Im Neubau besteht die Chance, durch geschickte Planung der Räume und Zapfstellen kurze Warmwasserwege zu erreichen. Vom Material her werden heute hauptsächlich Kunststoffrohre verwendet.