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Rezeptgebühr - Befreiung

Seit 1. Jänner 2009 werden in der Apotheke € 4,90 pro Medikament eingehoben.

Von dieser Gebühr sind automatisch befreit:
• Sozialhilfeempfänger/innen
• Ausgleichzulagenbezieher/innen zur Mindestpension

Anspruchsberechtigte Personen: Es ist jedoch für Bezieher/innen geringer Pensionen ebenfalls möglich, von dieser Gebühr befreit zu werden. Das Nettoeinkommen darf dabei € 772,40 bei Alleinstehenden und € 1.158,08 bei Ehepaaren / Lebensgemeinschaft nicht übersteigen. Bei chronisch Kranken und Personen mit erhöhtem Medikamentenbedarf erhöhen sich diese Grenzen auf € 888,26bzw. € 1.331,79.
Für jede weitere Person ohne eigenes Einkommen, die im gemeinsamen Haushalt lebt, erhöht sich dieser Betrag um € 80,95. Diese Einkommensgrenzen gelten für Versicherte der Wiener Gebietskrankenkasse, bei anderen Krankenkassen gibt es teilweise andere Wertgrenzen.
Das Pflegegeld gilt dabei nicht als Einkommen.

Antragstellung:
Dem Antrag (liegt bei der Krankenkasse auf) sind sämtliche Einkommensnachweise der im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen in Kopie beizulegen (auch von der/dem Ehepartner/in, Lebensgefährten/in bzw. sonstigen Mitbewohner/innen. Bei geschiedenen Antragsteller/innen ist ein gerichtlicher Nachweis über den Unterhalt in Kopie beizulegen.
Wird die/der Ehepartner/in in einem Pensionisten- bzw. Pflegeheim betreut, muss eine Bestätigung über das verbleibende Einkommen des/der Partners/in, die/der zu Hause wohnt, vorgelegt werden. Weiters ist eine Liste der benötigten Medikamente des täglichen Bedarfs beizulegen.
 
Rezeptgebühren-Begrenzung
Bezieher(inn)en einer Ausgleichszulage sind ohne Antrag von der Rezeptgebühr befreit.
 
Personen mit geringem Einkommen (siehe Rezeptgebührenbefreiung) werden auf Antrag von der Rezeptgebühr befreit.
 
Für alle, die über diesen Richtsätzen liegen, wird die Rezeptgebühr mit 2 % des Jahres-Nettopeinkommens begrenzt. Dazu werden die Nettoeinkommen der letzten 12 Monate (ohne 13. und 14. Zahlung) herangezogen. Sobald über das von der Sozialversicherung geführte Rezeptverzeichnis die jeweilige Höchstgrenze erreicht wird, wird seitens der / die verschreibende Arzt / Ärztin über die E-Card informiert, dass keine Rezeptgebühr mehr zu bezahlen ist. Dies wird dann am Rezept vermerkt. Für Pensionist(inn)en wird bei der Berechnung der 2 %-Grenze der laufende Pensionsbezug herangezogen. Für alle anderen Erwerbstätigen der Gesamtbezug des letzten Jahres.
 
Rezepte für mitversicherte Angehörige sind in diese Begrenzung mit aufgenommen. Das heißt in der Praxis, dass jemand, der knapp über dem Ausgleichszulagenrichtsatz (Jahresbezug ab € 9.269,--) liegt, nach der Bezahlung von ca. 38 Rezeptgebühren keine weiteren Rezeptgebühren für das laufende Jahr zu entrichten sind. Bei einem monatlichen Pensionsbezug von € 1.000,-- liegt diese Grenze bei 50 Rezeptgebühren. Allfällige Abweichungen (Veränderung des Einkommens bzw. der Pensionshöhe während des Jahres) werden im jeweils nächsten Kalenderjahr ausgeglichen.
 
Ändert sich das Einkommen während des Jahres grundsätzlich (z.B. Übergang von Erwerbseinkommen zu Pensionseinkommen) kann ein Antrag auf Neufestsetzung des Jahreseinkommens bei der zuständigen Krankenkasse gestellt werden.
 
Für allfällige Fragen wurde österreichweit zum Ortstarif eine Auskunftsnummer unter 05 01 24 - 3360 (Mo - Fr 8 - 18 Uhr) eingerichtet.