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Naturschutzgebiet Irrseemoor

Die Moore am Nord-, Ost- und Südufer des Irrsees werden zum Naturschutzgebiet „Irrsee-Moore“ zusammengefasst.
Im Naturschutzgebiet Zeller Irrsee wird das Ziel verfolgt, seltene Habitate, außergewöhnliche Pflanzen und Tiere, oder bedrohte Feuchtgebiete zu schützen. Ruhezonen haben besonders für die Tierwelt (Laichschongebiete für Fische, Ruhezonen für Wasservögel) aber auch für die Pflanzenwelt große Bedeutung für die langfristige Entwicklung ihrer Bestände.
Der Aufenthalt ist nur auf ausgewiesenen Wegen erlaubt. Die Vegetation ist besonders in den Uferzonen rund um den See sehr empfindlich. Keine Pflanzen entnehmen und kein Feuer machen. Ein einmal entstandener Schaden an der Vegetation ist nur sehr zeitaufwendig wieder gutzumachen. Zelten ist Verboten!! Wenn Sie einen Hund dabei haben, nehmen Sie Rücksicht auf andere Menschen und Tiere, indem Sie Ihr Tier stets unter Kontrolle halten.

Der Schutz von Lebensräumen bzw. Biotopen ist zur Erhaltung der Artenvielfalt unerlässlich.  Alle Lebensräume der heimischen Tier- und Pflanzenarten sollten erfasst und gesichert werden.
Die funktionalen Beziehungen in Natur und Landschaft mit dem Ziel, Tieren und Pflanzen ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume langfristig zu sichern,  können nur dann aufrecht erhalten werden, wenn Lebensräume miteinander vernetzt sind. Dies gewinnt in Anbetracht des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Viele Pflanzen- und Tierarten werden nur dann überleben können, wenn wir uns Gedanken über deren Zukunft und die Aufrechterhaltung der natürlichen Lebensräume machen.

Zentrale Aufgabe des Artenschutzes ist es, für alle Arten, besonders für die gefährdeten, Erhaltungs-, Rückzugs- und Ausbreitungsgebiete zu schaffen. Grundsatz ist, dass der Schutz der Lebensräume der Schlüssel zum erfolgreichen Artenschutz ist!
Der Schutz von Tier- und Pflanzenarten zählt zu den traditionellen Aufgaben des Naturschutzes. Früher beschränkte man sich lediglich auf den gesetzlichen Schutz vor unmittelbaren Zugriffen durch den Menschen (Pflücken von bestimmten Pflanzenarten etc.). Heute bilden nicht mehr einzelne Individuen den Schwerpunkt im Artenschutz, sondern der Schutz von Populationen bis hin zur Gesamtheit aller Populationen einer Art.

 

Das Nordmoor am Irrsee, ein Relikt aus der jüngsten Eiszeit, steht unter Naturschutz und ist Nistplatz seltener Vögel. Besonders hervorzuheben ist hier der Brachvogel, der auch auf unserem Wappen zu sehen ist. Diese Moorlandschaft ist sowohl für Botaniker interessant als auch lockt dieses eindrucksvolle Fleckchen Natur so manche naturliebende Gäste an. Den Besucher beeindruckt auch das Panorama. Im Süden sieht man die ansteigenden Gipfel der Alpen, während im Norden des Sees das Hügelland die Landschaft prägt.

Der Brachvogel
Der Große Brachvogel ist etwa 50 bis 60 cm lang und wiegt zwischen 600 und 1000 Gramm. Die Flügelspannweite beträgt 80 bis 100 cm. Die Vögel sind die größten Watvögel, und sie sind in Europa die häufigsten Brachvögel. Charakteristisches Kennzeichen des Großen Brachvogels ist der lange und stark nach unten gekrümmte Schnabel. Das Weibchen ist etwas größer als das Männchen und hat einen deutlich stärker gebogenen und längeren Schnabel. Ansonsten sehen die Geschlechter gleich aus. Sie sind eher unscheinbar, haben ein regelmäßig beigebraun oder graubraun gebändertes und gestreiftes Gefieder. Im Flug wird der weiße Bürzel sichtbar, der mit dem weißen Rücken einen weißen Keil bildet. Die Stimme ist ein lauter wehmütiger Ruf, der wie "kuri li" klingt. Dieser Ruf hat ihm im englischsprachigen Raum vermutlich den Namen "Curlew" eingebracht. Um die Brutreviere zu markieren, singen die Männchen im Frühjahr eine flötende und trillernde Strophe.
Quelle: Wikipedia

Der Große Brachvogel, der österreichweit vom Aussterben bedroht ist, brütet in kompakten, extensiv genutzten Streuwiesenkomplexen mit hohem Grundwasserspiegel, die möglichst offen und gut überschaubar sein sollten. Der sehr schlechte Bruterfolg des Großen Brachvogels und die Bestandsrückgänge anderer Wiesenvögel belegen die inzwischen schlechte Lebensraumqualität dieser Gebiete. Aus diesem Grund ist es sehr Wichtig, uns dem Schutz und der Erhaltung des Lebensraumes unserer Gemeinde zu verschreiben.

Vielfaltenleben - nicht ohne den Menschen:
Das Schicksal von Mensch und Natur ist eng miteinander verbunden. Die Biologische Vielfalt zu schützen und zu erhalten ist letztendlich auch eine Überlebensfrage für uns Menschen.
Von einer vielfältigen, artenreichen Natur profitieren alle: Tiere, Pflanzen und Menschen - sie alle sind Teil der Vielfalt des Lebens und voneinander abhängig.