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Alkohol

Alkohol ist eine gefährliche Droge. Sie macht Menschen krank, zerstört Existenzen und Familien.

Jeder Süchtige und Gefährdete lässt fünf bis zehn weitere Menschen (Ehepartner, Kinder, Eltern, Freunde, etc.) mitleiden.
Suchtkrankheiten stellen das größte gesundheitspolitische Problem unserer Gesellschaft dar.
Menschen mit Alkoholproblemen sind überall in der Arbeitswelt und auf allen Hierarchieebenen zu finden. Schon lange stimmt die These nicht mehr, dass Alkoholkranke erst "absacken" und richtig in der Gosse gelandet sein müssen, um endlich zu "erwachen" und sich ihren Alkoholproblemen zu stellen.
Während vor 50 Jahren Männer noch achtmal so häufig betroffen waren wie Frauen, steigt der Anteil der alkoholabhängigen Frauen seither ständig an.
Alkoholmissbrauch neben den individuellen gesundheitlichen Schäden Gewalt, Zerrüttung und oft sozialen Abstieg auslöst.

Verlauf:
Der Alkoholismus kann sehr unterschiedlich verlaufen.
Jeder weiß, dass Alkohol als Genussmittel weit verbreitet ist und es kaum einen Anlass gibt, der nicht mit Alkohol gefeiert wird.
Es fällt schwer, die Grenze zu ziehen, ab der Alkohol auf einmal kein Genuss mehr darstellt.

Genuss - Missbrauch - Abhängigkeit ist eine grobe, aber nützliche Kette, um den Grad einer möglichen Alkoholkrankheit zu bestimmen.
Genuss ist das, was die meisten von uns veranlasst, Alkohol zu trinken. Das Glas Wein ist ein angenehmer Abschluss eines harten Arbeitstages; zum Grillen gibt es ein schönes Glas Weißbier.
Wer allerdings bereits beim Missbrauch angelangt ist, wird aber immer auf den Genuss hinweisen. Der Alkohol ist für diesen längst mehr als nur Genuss, es kann bereits eine Art Medizin um Probleme zu ertränken.
Die Abhängigkeit charakterisiert sich darin, dass ein Betroffener den Alkohol auch ohne irgendwelche Probleme braucht. Nun spielt die körperliche Abhängigkeit die grössere Rolle als das seelische Verlangen. Es kommt zu Entzugserscheinungen und Toleranzentwicklung (Gewöhnung), zu sozialen und gesundheitlichen Konsequenzen.

Kennzeichen:
Eine Abhängigkeit liegt dann vor, wenn der/die Betroffene einen starken Wunsch oder eine Art Zwang hat, Alkohol zu trinken. Er/sie kann den Konsum nicht mehr kontrollieren und trinkt auch, um Entzugssymptome (z.B. Zittern der Hände) zu vermeiden; er weiss dass dies wirkt.
Es gibt Hinweise für Toleranzbildung, d. h. zunehmend wird mehr Alkohol benötigt, bevor die (gewünschte) Wirkung eintritt.
Der Alkoholkonsum wird fortgeführt, trotz klarer Hinweise auf negative körperliche, psychische oder soziale Konsequenzen.

Als Folge des chronischen Alkoholmissbrauches können neben der Sucht zahlreiche Komplikationen auftreten: So zeigen Alkoholiker häufig Depressionen, eine übermäßige Agressivität und eine allgemeine Persönlichkeitsveränderung.
Es kann zudem zu Halluzinationen oder zu einer krankhaft übersteigerten Eifersucht (Eifersuchtswahn) kommen.
Das Korsakow-Syndrom und die Wernicke-Enzephalopathie sind zwei organisch nachweisbare Veränderungen des Gehirns, die mit einem Verlust von Raum- und Zeitgefühl sowie Gedächtnislücken verbunden sind.
Weiters kommt es außerdem zu Nervenschädigungen, Leberschäden, Magen- und Darmgeschwüren sowie Zittern und epileptischen Anfällen kommen.

Typen:
Es werden fünf verschiedene Typen des Alkoholismus unterschieden:
Der Alpha-Typ ist ein "Problemtrinker", welcher sich durch den Alkoholkonsum gelegentlich eine psychische Erleichterung verschafft, aber nicht die Selbstkontrolle verliert und auch auf Alkohol verzichten kann
Der Beta-Typ ist der Gelegenheitstrinker, der in unregelmäßigen Abständen (in Gesellschaft) übermäßige Mengen von Alkohol konsumiert; auch dieser Typ verliert die Kontrolle über seinen Alkoholkonsum nicht.
Der Gamma-Typ ist der süchtige Trinker, der die Kontrolle über sein Trinkverhalten verliert, in einem frühen Stadium aber phasenweise auf Alkohol verzichten kann. Bei diesem Typ kommt es erst zu einer seelischen, dann auch körperlichen Abhängigkeit
Der Delta-Typ ist der Gewohnheitstrinker, der kontinuierlich seinen Alkoholspiegel aufrechterhält. Hier besteht bereits eine voll ausgeprägte psychische und physische Abhängigkeit. Betroffene von diesem Typus haben das Trinkverhalten zwar unter Kontrolle, können aber auf den regelmäßigen Alkoholkonsum nicht mehr verzichten
Der Epsilon-Typ schließlich ist im Volksmund als "Quartalssäufer" bekannt. In unregelmäßigen Abständen kommt ihm zu exzessivem Alkohlkonsum, den er nicht mehr kontrollieren kann. Eine Zeitlang sind Betroffene zum Alkoholverzicht fähig, auf Dauer besteht jedoch die Gefahr eines Übergangs zum Gamma-Typ, also die Entwicklung einer psychischen und physischen Abhängigkeit

Ursachen:
Es gibt keinen typischen Alkoholiker-Charakter. Alkoholabhängigkeit betrifft die unterschiedlichsten Berufsgruppen und Menschentypen.
Es finden sich nur Gemeinsamkeiten bei Süchtigen: meistens besteht eine große Differenz zwischen ihren Wünschen und der Realität. Hinzu kommt noch ein hartnäckiger Anspruch auf Konfliktfreiheit und einer geringen Frustrationstoleranz.
Einige Ursprünge von Alkoholismus findet man darüber hinaus im familiären Umfeld und in der frühen Entwicklung der Persönlichkeit.
Ein Risiko an Alkoholismus zu erkranken, betrifft Menschen, die in "Alkoholikerfamilien" aufwachsen. Theorien gehen davon aus, dass es eine Veranlagung zur Suchtgefährdung gibt, die vererbbar ist.
Das komplexe Geschehen der Entstehung von Sucht, also auch Alkoholismus, können weder die biologischen, psychologischen oder soziologischen Ansätze allein erklären. Man geht von einem komplexen Zusammenspiel aller Faktoren aus.

Informative Links:
Prävention